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Anbaden: Erstmal wieder ins Schwimmen «reinkommen»




Vorsichtig herantasten: Kaltes Wasser und fehlende Kondition können sonst auf den ersten Schwimmrunden zum Problem werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - (c)dpa-infocom GmbH

Bad Nenndorf (dpa/tmn) - Auf den ersten Schwimmrunden im See oder Freibad lässt man es lieber etwas ruhiger angehen. «Wir warnen davor, die Kräfte zu überschätzen», sagt Achim Wiese von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft ( DLRG).


Das gilt insbesondere in diesem Jahr, weil die Schwimmhallen den Winter über aufgrund der Corona-Pandemie in aller Regel dicht waren. «Schwimmen ist wie Autofahren, das verlernt man nicht. Aber die Kondition lässt nach», sagt Wiese.


Eltern sollten «zupacken» können


Als großes Problem sieht er, dass viele Kinder aufgrund dieser Einschränkungen nicht wirklich Schwimmen lernen konnten - das sei ein ganzer Jahrgang. Wenn der Nachwuchs im Wasser noch nicht sicher ist, sollten Eltern immer so nah dran sein, dass sie im Zweifel «rechtzeitig zupacken können», appelliert Wiese.


Am 1. Mai eröffnen vielerorts die Freibäder. Entsprechend gilt der Tag als Startschuss in die Badesaison, mancherorts mit traditionellem «Anbaden».


Krämpfe durch kaltes Wasser


Das Wasser hat jedoch meist noch keine echte Badetemperatur. «Das muss man wissen, wenn man etwa in irgendeinen See oder ins Meer gehen möchte», sagt Wiese. Krämpfe, zum Beispiel in den Beinen, können die Folge sein, weil sich die Adern wegen der Kälte zusammenziehen. «Das tut verflucht weh», sagt Wiese. Dennoch sei es wichtig, dann Ruhe zu bewahren und zu versuchen, den Krampf zu lösen.


Gefährlich kann es werden, wenn man durch warme Außentemperaturen aufgeheizt in kaltes Wasser hineinspringt. Wiese: «Das ist wie ein Schockmoment und kann schlimmstenfalls zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen, unabhängig vom Alter. Da haben auch Jüngere mit zu kämpfen.»


© dpa-infocom, dpa:210428-99-389328/3



Autor: Christin Klose - 29.04.2021